Campus-für-Christus

Bericht von Simon Keck über seinen Campus-für-Christus-Einsatz in Uganda

Nun ist es schon wieder fast ein halbes Jahr her, dass ich meinen Campus-für-Christus-Einsatz im Süden von Uganda hatte. Alles begann mit einem Vortreffen zum WM-Eröffnungsspiel in Gießen, bis wir als 13-Köpfige Gruppe junger Leute am 15.Juli diesen Jahres nach Kampala, der Hauptstadt von Uganda fliegen konnten. Wir hatten uns vorgenommen, in einer komplett anderen Kultur zu leben, persönliche Erfahrungen mit Gott zu erleben und nebenher noch in einem Kinderwaisenhaus, das von einem Holländischen Ehepaar gegründet wurde, Kinder zu betreuen und einfach nur mitzuhelfen.

Nach all dem Kofferpacken und der Erledigung der vielen wichtigen Dingen, wie z.B. Impfungen usw., saßen wir dann endlich im Flieger nach Kampala und legten noch einen Zwischenstopp in Kairo ein. Als wir dann endlich hundemüde am Airport ankamen (um ca. 5 Uhr!) wartete dort schon ein toller Safaribus auf uns, der uns gleich die „wohlgeformten“ Straßen Ugandas offenbarte und uns keine Sekunde Schlaf ließ. Zum Glück hatten wir nur 45 min Fahrt zum „Noahs Arc Children Ministry Uganda“ gehabt wo wir, Gott sei Dank!, Feldbetten zur Nächtigung hatten, und diese auch schnell nutzten. Um 9 Uhr mussten wir dann aber schon wieder aufstehen und durften gleich das Kinderheim betreten und das fantastische Gelände bestaunen.

Viele denken jetzt vielleicht, dass in diesem Kinderheim täglich Tränen fließen und viel Leid vorkommt, aber es war irgendwie das komplette Gegenteil: Du kommst rein und sofort fallen mindestens 4 Kinder auf dich los und wollen deinen Namen wissen und sofort mit dir spielen. Bestaunend schauen sie dich auch an, weil du weiß bist. Komisch ist das aber noch viel mehr, wenn man sich auf der Straße bewegt, oder noch schlimmer, wenn man durch ein Slum geht. Plötzlich schauen dich alle an und rufen dir „Muzungu“ (Bezeichnung für „der Weiße“) zu und freuen sich. Nun denkt der eine vielleicht, das ist doch cool, wenn man der Held ist und von allen bestaunt wird, aber ich meine, warum gibt’s das, wir sind doch auch nur Menschen und nur weil wir weiß sind, sollte man sich bestaunen lassen?

In den folgenden Tagen halfen wir beim Torestreichen und machten mehrere Außeneinsätze in armen Buschdörfern und in einer muslimischen und einer christlichen Schule. In den armen Dörfern bereiteten wir viele Spiele vor, jedoch merkten wir schnell, dass wir in Afrika sehr flexibel sein müssen, da wir z.B. auf einen viel zu kleinen Platz kamen und mit ca. 60 Kinder viel zu viele waren. Bei den Einsätzen der Holländischen Gruppe, bei der wir mit dabei waren, wollte das Dorf uns sogar aufgrund seiner Begeisterung eine Kuh schenken!

An einem Sonntag konnten wir auch einen Afrikanischen Gottesdienst feiern, jedoch war das ganz anders als erwartet, da ständig neue Leute hinzukamen.

In der letzten Woche dann machten wir hauptsächlich Ausflüge. Das Highlight war ganz klar die Safari, bei der wir sogar einen Leoparden sahen! Auch besichtigten wir die Nilquellen von Jinja und fuhren auf dem Victoriasee herum.

Abschließend kann ich sagen, dass es eine Erfahrung fürs Leben war, die ich bestimmt nie vergessen werde, auch weil wir als Gruppe ein starkes Team waren und so viele Eindrücke und Dinge erfahren konnten.

Simon Keck


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