Bericht von der Ausfahrt des Beierfelder Chores nach Schwarzenshof (27.4.-1.5.2007)
Nach 4 Jahren fuhr der Chor der Beierfelder Gemeinde mit einigen Gästen wieder einmal nach Schwarzenshof bei Rudolstadt in Thüringen. Nach individueller Anreise begannen diese Tage unter dem Motto „Unverdiente Gnade“ am Freitag mit dem Abendbrot. Zu diesem Zeitpunkt hatten die meisten von uns schon in dem schönen neu renovierten Haus 3 die Zimmer und Betten bezogen. Selbst Bernd Lorenz und Stephan Stiehler waren schon da, obwohl sie die gesamte Strecke mit dem Fahrrad gefahren sind, fast 150 km!
Nach einer Abendandacht gestaltete Claudia Schulz auch den Begrüßungsabend. Dazu äußerten wir zu den verschiedensten Gegenständen, welche von uns ausgesucht wurden, die vorher um ein Kreuz lagen, unsere Gedanken: Warum sind wir nach Schwarzenshof gefahren? Von welchen Problemen wollen wir Abstand nehmen? Ein schöner Einstieg zum Kennenlernen! Auch unsere Gäste beteiligten sich, Armin Reinhold und seine Irmtraud, sowie Sieglinde, die Schwestern von Liane Triebel, von uns nur die Kircheis-Mädels genannt, Edgar, der seine Christine Epperlein begleitete und die Lößnitzer Elke und Wolfgang Gläser, sowie unser Pastor Lutz Brückner und seine Martina. Selbst die Kinder und Jugendlichen erzählten von ihren Erwartungen. Alles zusammen ergab einen wunderschönen besinnlichen Abend. Ganz Hartnäckige saßen dann noch bis ca. 1.30 Uhr in der lauen Sommernacht draußen.
Der 2.Tag weckte uns mit viel Sonnenschein. Die Morgenandacht leitete Britt Müller nach einem festen Schema um Psalm 121, drei Liedern und kleinen Textversen. Dabei gab es Freiraum zu stillen Gebeten und lauten Gedanken, was von allen genutzt wurde, selbst von den Jüngsten. Nach dem Frühstück hatten wir unsere Chorstunden von 9.30 bis 11.00. Dabei wurden wir stimmkräftig unterstützt von unseren Gästen. Wobei sich Edgar als Allroundtalent auch in der anschließenden Posaunenübung einbrachte. Dann gab es Mittagessen. Wir hatten uns diesmal für Vollpension entschieden, was sich als Segen herausstellte!
Am Nachmittag entschieden sich alle für einen Ausflug ins Schwarzatal, wobei nur wenige Autos vollgeladen wurden um zum Zielort zu gelangen, organisiert von Bernd Stiehler und Matthias Müller. Wir wanderten der malerischen Schwarza entlang durch wunderbaren Mischwald, der mit seinen jungen und alten Bäumen zu mancherlei Bildern und Gedanken über das Leben mit Werden und Vergehen anregte. Für die Kleinsten, aber auch Großen war es ein Fest, barfuss in der klaren Schwarza herum zulaufen und alles Mögliche zu sammeln.
Wie schon die letzten Jahre, mundete uns beim Picknick der von Ursel Lorenz gebackene Kuchen zum Kaffee vorzüglich. Und neben all dem Spaß gedachten wir an unsere Geschwister, die diesmal leider nicht mitkommen konnten. Den restlichen Kuchen versuchten wir an Wanderer zu verteilen. Aber der Mensch scheint skeptisch allem gegenüber zu stehen, was köstlich und dennoch kostenlos ist! Scheint wie ein Gleichnis für Verbreitung der Heilsbotschaft zu sein!
Große Freude bereitete uns das Kommen von Christine Schaarschmidt und Simon Stiehler, welche per Handy zu unserem Ausflugsziel gelotst und von Bernd Lorenz abgeholt wurden. Beide konnten erst einen Tag später anreisen. Und so fuhren wir mit einem Auto und zwei Personen mehr ins Quartier zurück, nachdem wir mühsam die Kinder, und nicht nur diese, aus dem Wasser bekommen haben.
Am Abend nach von ihm gestalteter Andacht lud uns Bernd Lorenz ein, seinen Zusammenschnitt der Schwarzenshof-Filme von den Jahren 1990, 1999, 2000 und 2003 anzusehen. Wir konnten noch einmal die Highlights der letzten Ausflüge erleben, wie die Modenschau der Männer 2003, wobei ungeahnte Talente sichtbar wurden. Nach dem noch Fotoalben mit Erinnerungen an wunderbare Gemeinschaft aus vielen Jahrzehnten gesichtet waren, saß eine große Runde aus Jung und nicht mehr ganz so Jung bis ca. 0.30 Uhr in der Sommernacht zusammen.
Sonntag Jubilate in Schwarzenshof! Jauchzet Gott, alle Lande! Nach von Matthias Müller geleiteter Morgenandacht und dem Frühstück feierten wir einen Familiengottesdienst mit dem Thema „Allein deine Gnade genügt“. „DSDS“ gab die Vorlage zum Anspiel, dabei beurteilte die Jury aus Lutz alias Dieter Bohlen, Claudia Schulz und Bernd Lorenz die Bewerber Benjamin Schramm, Robin Lorenz und Anna-Maria Müller. Es ging u.a. um die Gnade der Talente! Und das Einbringen derselben! Während des Gottesdienstes brachten ihre Talente wir als Chor, die Posaunisten mit Unterstützung der Oboe Rebekka Schramm’s und unsere Jüngsten ein! Ein gelungener Gottesdienst! Mir persönlich ist wieder einmal aufgefallen, welche Gnade uns der Herr gewährt, dass er junge Menschen wie Uwe Lorenz dazu berufen hat, sein Wort zu verkünden. Also, Uwe, bitte weiter so! Es ist immer wieder erhebend, Deine von Dir gestalteten Gottesdienste zu erleben!
Am Nachmittag war große Wanderung zur Burg Greifenstein bei Bad Blankenburg angesagt. Einige wollten beide Strecken laufen. Aber Autos brachten auch die anderen ans Ziel und wieder zurück! Nach dem Picknick auf der Burg wurden viele alte und neue Lieder gesungen, wobei wir Zuschauer hatten! Kleine Evangelisation! Wieder „zu Hause“, nach Abendandacht mit Bernd Stiehler über Umgang mit unserer Zeit und modernen Medien, freuten wir uns auf den „lutzigen Abend“, verantwortlich Lutz Brückner! Erster Programmpunkt war eine Modenschau von Anna-Maria Müller und unserer Linda Weigel! Beide zeigten Highlights ihrer eigenen Garderobe mit gekonntem Hüftschwung, moderiert von Rebekka Schramm und Theresa Stiehler. Anschließend ein Spiel zum Kennenlernen, wobei von Platz zu Platz gerutscht werden musste, sofern nicht schon jemand auf dem eigenen Schoß saß, manchmal bis zu 6 Personen! Christine Epperlein gab wieder Lebensweisheiten in erzgebirgischer Mundart zum besten. Das Pastorenehepaar wurde von Britt einer Reifeprüfung unterzogen, welche sie mit Bravour bestanden. Bernd Lorenz verfasste eine erste Zusammenfassung unserer Erlebnisse auf Schwarzenshof mit Adjektiven, die wir ihm vorher zuriefen, was kuriose Wortspiele zufolge hatte, wie „sexy“ Wolfgang Gläser mit seiner „schwierigen“ Elke oder der „verlogene“ Chor mit seinen „tüdeligen“ Familien. Und vieles mehr! Dazwischen sangen wir immer wieder ein Lied, welches von uns Koordination der Bewegungen verlangte. Dabei stießen viele, wie auch ich, an ihre Grenzen. Wir erlebten das Märchen „Schneewittchen“ auf eine völlig neue Weise mit der „schönen“, aber „bösen“ Königin Lutz Brückner, mit dem ach sooo „schönen“ Prinzen Armin, dem noch „schööneren“ Schneewittchen Bernd Stiehler und der etwas seltsamen Schar der 7 Zwerge nebst dem Kleinsten Claudia, o.k.!? Aber dies müsst Ihr selbst sehen! Entschuldigung auch! Zum krönenden Abschluss gaben die Jacob-Sisters eine Probe ihres Könnens! Weil ich weiß, dass sie weiter Auftritte planen, verrate ich nichts weiter über diese feschen „Mädels“.
Dank an alle, die sich eingebracht haben und an alle, die einfach mit guter Laune einfach immer da sind, auch wenn es ihnen gerade nicht so gut ging, wie z.B. Jens Schramm, der mit dem Rückfall seiner Erkrankung fertig werden musste und doch so ein wunderbarer Begleiter war.
Die Morgenandacht am Montag leitete Stephan Stiehler. Unsere tägliche Chorübung stand diesmal im Zeichen des bevorstehenden Chorjubiläums der EmK Schwarzenberg. Unmittelbar nach dem Mittagessen fuhren wir zur 25 km entfernten Dittrichshütte, einem Ort mit einer wiedererrichteten Windmühle und Objekt mit Sommerrodelbahn und Labyrinth. Die Besichtigung der Mühle wurde vom Müller namens Möller sehr kurzweilig gestaltet, interessant für uns alle. Kaffee und unseren schier unerschöpflichen Kuchen nahmen wir an der Sommerrodelbahn ein, welche nicht nur von den Jüngeren rege genutzt wurde. Wir weniger Aktiven besuchten das größte Märchenbuch der Welt. Im Labyrinth bewiesen die Kinder einen sechsten Sinn und lotsten teilweise uns „Alte“ mit durch.
Auch wir wollten an diesem 30.04. ein Lagerfeuer! Und nach der Abendandacht war es so weit! Als Chef der Feuerwehr musste Matthias Müller aber schon am Nachmittag nach Beierfeld zurück. Und so organisierte, wie schon beim letzten Aufenthalt in Schwarzenshof, Jens Schramm unser Feuer, dies mit viel Sachkenntnis und Verantwortung. Wir sangen Lieder zum Lob Gottes, tranken ein Gläschen Wein oder Bier und die Kinder grillten Wurststückchen am Spieß, und freuten uns an unserer Gemeinschaft.
Schon war der Tag unserer Abreise da, Dienstag, 1.Mai. Die letzte Morgenandacht hielt uns das Ehepaar Gläser. Wir selbst reisten unmittelbar nach dem Frühstück mit unserer Enkelin Linda ab. Alles weitere gebe ich also aus dritter Hand weiter. Es wurde ein Agape-Gottesdienst gefeiert, wobei u.a. sich gegenseitig Speise und Trank gereicht wurde. Gedanken über das Erlebte wurden mit viel Freude, Rührung und sogar Tränen ausgetauscht.
Uns allen haben diese Tage der Gemeinschaft sehr viel gebracht! Wir danken unserem Herrn Jesus Christus für die Bewahrung in dieser Zeit, für seine Nähe, die ständig spürbar war. Das Miteinander im Gespräch, Spaß und Glauben wird uns in Erinnerung bleiben und für Kommendes stärken.
Ich möchte allen danken, die dies organisiert und sich vielfältig eingebracht haben, aber auch jenen, die mit guter Laune dabei waren, den Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen. Dank auch allen, welche einfach ihre Partner begleitet haben und so sie stärkten. Es sind alle eingeladen an der Gemeinschaft teilzuhaben, jeden Tag, aber auch wieder 2009, wenn es wieder heißt: Auf nach Schwarzenshof!
Birgit Weigel
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