Bericht über die Freizeit für Einzusegnende des Schwarzenberger Konventes vom 18.2. bis 21.2.2007 in Scheibenberg
Am Sonntag-Nachmittag war es endlich so weit. 21 Jugendliche aus den Gemeindebezirken unseres Konventes reisten erwartungsvoll in Scheibenberg an. Die Pastoren Harald Hunger und Lutz Brückner erwarteten sie schon. Nachdem die Zimmer und Betten bezogen waren, begannen wir mit einem gemeinsamen Kaffeetrinken (der Kuchen wurde von den Gemeinden gespendet, danke!). In einer gemeinsamen Runde stellten sich alle kurz vor und wir warfen auch schon einmal einen Blick auf das Thema, das uns diese Tage beschäftigen sollte – es war ein Bibelvers aus Apostelgeschichte 2,42: „Sie blieben aber beständig in der Lehre der Apostel und in der Gemeinschaft und im Brotbrechen und im Gebet.“ Nach dem Abendbrot fuhren einige Autos vor und brachten uns nach Grünhain, wo wir an einem Panflötenkonzert teilnahmen. Zunächst waren ja einige etwas skeptisch, aber im Nachhinein waren wir begeistert über die Virtuosität des Panflöten-Meisters und seines Pianisten. Wieder gut in Scheibenberg gelandet, beschlossen wir den Abend mit einer gemeinsamen Andacht.
Am Montag-Vormittag, nach Andacht und einem leckeren Frühstück, erwartete uns der erste Teil unseres Themas – es ging um die „Gemeinschaft“, die wir als Christen brauchen und in unseren Gemeinden finden können. D.h. wir sind nicht allein unterwegs auf dem Weg unseres Glaubens, es gibt Schwestern und Brüder, die mit uns den selben Weg gehen. Das bedeutet auch, wir können uns gegenseitig unterstützen und helfen. Aufmerksam und engagiert beteiligten sich die Jugendlichen an der Bibelarbeit. In den Pausen wurde natürlich eifrig Tischtennis gespielt. Selbst Harald und Lutz (!) waren gelegentlich an der Platte zu sehen. Zum Mittagessen stellte sich heraus, dass uns eine Sache durch diese Tage begleiten würde: der Kampf der Jugendlichen gegen tropfende und triefende Mandarinen … Aber lecker waren sie trotzdem! Auch am Nachmittag gab es eine Bibelarbeit – die „Apostellehre“ war dran, d.h. wir sprachen über die Bedeutung und Autorität der Heiligen Schrift. Nach dem Kaffeetrinken machten wir einem erfrischenden Spaziergang auf dem Emmler – einige hatten einen ganz schön flotten Schritt drauf! Nach dem Abendbrot hofften alle, dass Lutz und Harald die Technik überlistet haben und wir einen Film gucken konnten. Dem war auch so, zwar ein bissel improvisiert, aber wir konnten alle was sehen und hören – „Forrest Gump“ sahen wir, ein Film über Liebe und Leid und Leben mit Behinderung. Sehr spannend! Auch diesen Tag schloss eine gemeinsame Andacht ab.
Auch am Dienstag begannen wir mit Andacht und Frühstück. Danach gabs wieder Bibelarbeit – diesmal ging es um das Gebet. Wir sprachen darüber, was das eigentlich ist, wie wichtig es ist, welche Haltungen man einnehmen kann und was sie bedeuten. Wir beteten auch in einer Gebetsgemeinschaft miteinander. Nach dem Mittagessen änderten wir unser Programm ein wenig und machten erst einmal ein paar Spiele – ein Teil wollte unbedingt Tischtennis spielen, ein anderer Teil zockte „Mensch-ärger-dich-nicht“. Da ging es ganz schön lebhaft zu, obwohl die gefährlichsten Würfelspieler waren eher die ruhigen Mädels, die Lutz und Harald ganz schön abgezogen haben … stimmt’s, Christiane? Die noch ausstehende Bibelarbeit nahmen wir nach dem Kaffeetrinken in Angriff – diesmal ging es um das Abendmahl. Wir sprachen darüber, was es bedeutet, warum wir es feiern und dass uns da Jesus selbst begegnet. Und wir bereiteten unseren Abschlussgottesdienst für den nächsten Vormittag, eine Abendmahlsfeier, vor. Inzwischen war auch Stephanie wieder zurück – wir freuten uns, dass es ihr wieder besser ging. Nach dem Abendbrot hatten wir beim Abschlussabend viel Spaß. Einige hatte Sketche und Spiele mitgebracht, so dass es viel zu lachen gab. Manche staunten nicht schlecht über Haralds Fähigkeiten, aus ausgelegten Büchern stets das richtige herauszufinden. Ein König namens Tobias wollte von den Anwesenden wissen: Wen liebst Du? Wir sangen lustige Lieder und verrenkten uns bald die Gliedmaßen dabei. Auch an diesem Abend war nach der Abendandacht schnell Ruhe eingezogen im Haus – und es war wirklich toll, wie die Jugendlichen Rücksicht nahmen auf das kleine Enkelkind von Frau Junghans, das in dieser Nacht mit im Hause schlief.
Am Mittwoch war das Frühstück etwas später angesetzt als sonst – weil wir ja unsere Zimmer räumen mussten, denn schon für heute Nachmittag waren im Haus die nächsten Kindergruppe angekündigt. Wir feierten dann am Vormittag einen ganz tollen Abendmahlsgottesdienst, in den jede und jeder sich in irgendeiner Weise eingebracht hat. Das war eine schöne Erfahrung! Hallo, Ihr Pastoren unseres Konventes! Da gibt es Jugendliche in Euren Gemeinden, die gerne etwas mittun würden! Sprecht sie einfach an, sie freuen sich bestimmt darüber! Vor dem Mittagessen gab es noch einige Halbstarke, die unbedingt mit Lutz ihre Kräfte messen wollten. Sie konnten ihn zwar nicht bezwingen, aber seine Hose hat es nicht heil überstanden … hihi … sah lustig aus … Ab 13.00 Uhr fuhren dann die Eltern oder Großeltern vor, um alle wieder nach Hause zu holen. Der Abschied war nicht leicht, aber wir sehen uns doch bestimmt wieder!
Wir durften in Scheibenberg einige frohe Tage miteinander verbringen, wo wir viel gelacht und auch ernsthaft miteinander gearbeitet haben. Wir haben Gottes Gegenwart gespürt und danken ihm für alles Bewahren und Segnen. Wir danken auch den Geschwistern unserer Gemeinden, die für uns gespendet, gebacken und gebetet haben, die für uns Auto gefahren sind und vielleicht auch noch andere Dinge getan haben, die wir gar nicht wissen. Vielen Dank! Vergelts Gott! Es hat uns Spaß gemacht! Wann ist doch gleich die nächste Freizeit?
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