Bericht von der Freizeit für Einzusegnende vom 1. bis 6. Februar 2008 in Grünhain
Kaum war das erste Schulhalbjahr vorbei, die Zeugnisse zu Hause bei den Eltern vorgelegt, machten wir uns auch schon wieder aus dem Staub: unsere Rüstzeit begann. Schon sehr hatten wir uns darauf gefreut – wir, das waren: Deborah Lorenz, Anna-Maria Müller, Robin Lorenz, Fabian Opp, Georg Wende und Benjamin Schramm, mit Maria und Lutz.
Um 17.30 Uhr nahmen wir die Räumlichkeiten in Grünhain in Besitz. Einige organisatorische Fragen wurden geklärt. Und dann übernahm auch schon der Jugendkreis das Kommando – sie hatten sich auf eine Jugendstunde mit uns vorbereitet. Mit einem leckeren Abendessen (Chili con Carne – oberlecker!) begannen wir. Danach gabs ein Jugendkreis-Vorstellungs-Video. Und natürlich einige Spiele. Ein Spiel, wo wir uns eigentlich unseres Sieges sicher waren, haben wir dann doch deutlich verloren: Bibelwettaufschlagen. Das wurmte uns natürlich sehr! Am Abend gab es noch vor dem Schlafengehen eine Andacht, die wir gemeinsam vorbereitet hatten. Das Schlafengehen gestaltete sich zunächst schwierig. Benjamin war mit Luftmatratze inklusive Riesenloch angereist. Fabian war mit einer Riesenluftmatratze und mehreren Luftpumpen angereist, allerdings ging keine Pumpe für diese Matratze und die Luft hielt sie auch nicht … Also hieß es jeden Abend für Fabian und Maria: Fabians Matratze aufblasen …
Am Samstag gab es nach Morgenandacht und Frühstück zu unserem Thema: „Gottes Lebensordnung für die Menschen – die 10 Gebote“ die erste Bibelarbeit mit Maria. Wir beschäftigten uns da mit der Frage, warum Gott überhaupt die 10 Gebote gegeben hat und was er damit bezweckte: „Gott befreit uns und will uns helfen, dass …“ (siehe Foto). Nach einem köstlichen Mittagessen und einer zünftigen Wanderung gingen wir ans Werk und bereiteten den Gottesdienst für Morgen vor, den wir ja ausgestalteten. War ganz schön harte Arbeit, die sich bis spät in den Abend hinzog. Aber wir sind fertig geworden und waren dann auch ein bisschen stolz auf uns, dass wir es geschafft haben. Auch an diesem Abend beendeten wir mit einer Andacht den Tag.
Am Sonntagmorgen mussten wir recht früh raus – es war noch mal einiges zu proben und wir wollten den Gemeinderaum ja auch noch einigermaßen in Schuss haben, weil ja Kindergottesdienst und Ansingen und so drin stattfanden. Der Gottesdienst war richtig toll gelungen, auch unsere Lieder haben ganz gut geklappt. Nach dem Essen machten wir erst mal wieder eine ordentliche Wanderung. Den ganzen Tag drin in der Bude ist nix für uns! Und es gibt nichts Schöneres als unterwegs auf gefrorenen Pfützen zu tanzen (und gelegentlich auch einzubrechen). Das Wetter meinte es ja auch gut mit uns. Gegen Abend schauten wir uns einen Film miteinander an. Dabei kreiste die Obstschüssel solange umher, bis nix mehr übrig war. Natürlich haben wir auch den Kicker und die Billardplatte in Beschlag gehabt! Keine Frage. Und die beiden Mädels entwickelten dabei ziemlichen Elan und brachten manche Jungs an den Rand der Verzweiflung. Auch heute Abend war natürlich Andacht.
Am Montag, nach Andacht und Frühstück, war Bibelarbeit mit Lutz. Diesmal ging es um das 2.Gebot (Bilderverbot). Wir sind manchmal ganz schnell mit unseren Vorstellungen, die wir uns von Gott machen. Doch dabei legen wir ihn ja auf ein bestimmtes Bild fest! Doch Gott ist immer größer als unsere Gedanken und Vorstellungen. Nach dem Mittagessen fuhren wir in Joes Freizeithallen nach Schwarzenberg und „schoben eine ruhige Kugel“ auf der Bowlingbahn. Nach dem Abendbrot gabs gleich noch eine Bibelarbeit: diesmal stand das 5.Gebot im Mittelpunkt (Elterngebot), was uns doch mehr beschäftigte, als wir es vorher glaubten. War ganz schön spannend! Nach Kicker und Billard war natürlich wieder Abendandacht.
Auch der Dienstag begann mit einer Andacht, allerdings mussten wir diesmal pünktlich aus den Federn, weil wir Großes vorhatten! Nach dem Frühstück setzten wir uns ins Auto und brausten nach Geyer ins Erlebnisbad. Herrlich, uns mal richtig austoben zu können. Die Bademeisterin hatte zwar mal was zu meckern, aber die Mecker kriegte Lutz ab, während sich alle anderen verdünnisiert hatten … Am Nachmittag gabs noch eine Bibelarbeit mit Maria, zum Gebot „Du sollst nicht stehlen“. Auch das war interessant – wir sprachen u.a. über Abschreiben in der Schule, illegales Kopieren von CDs und so weiter. Also hochaktuell. In einigen Anspielen machten wir deutlich, wie wir das Gebot verstehen. Dann kam der kulinarische Höhepunkt: wir durften selber Pizza backen! Jeder hatte ein halbes Blech zur Verfügung. Und jede Menge Zutaten. Es entstanden richtige Kunstwerke, die wir dann auch (fast) alle aufgegessen haben. Nur Robin zierte sich ein bisschen. Aber bei der vielen Salami und tonnenweise Käse auf seiner Pizza wäre selbst dem Fabian schlecht geworden, wenn er alles gegessen hätte … Aber es war einfach lecker. Mittlerweile war ja auch schon der letzte Abend angebrochen. Zum Spielen hatte heute aber keiner so recht Lust. Waren doch alle bissel kaputt vom Schwimmen und einer weiteren Wanderung, die auch noch stattfand. Also schauten wir uns noch einen Film an – manche waren da sogar eingeschlafen, auch wenn sie es heute leugnen. Auch heute Abend gabs wieder `ne Andacht.
Der Mittwochmorgen begann bissel später als die letzten Tage. Wir hatten es ja auch nicht eilig. Es gab noch einen gemeinsamen Abschluss und eine Auswertungsrunde. Und dann ging es auch schon wieder nach Hause. Schade – die Zeit war wieder viel zu schnell vorbei.
Ja, es hat uns riesig Spaß gemacht, miteinander diese Tage zu verbringen. Und dass wir dafür nicht einmal etwas bezahlen mussten, weil viele aus unseren Gemeinden dafür gespendet haben, darüber freuen wir uns ganz besonders und sagen herzlich „Dankeschön!“ Es ist für uns nicht selbstverständlich! Danke auch all jenen, die sich für diese Tage besonders eingesetzt haben: Kuchen gebacken, Sauber gemacht, Auto gefahren, Essen gekocht, Geschirr abgewaschen, eingekauft usw. Vielen, vielen Dank dafür!
Auch ins Gästebuch der Internetseite unseres Gemeindebezirkes haben wir unseren Dank geschrieben – Ihr solltet da mal reinschauen und die Möglichkeiten noch besser nutzen, die es da gibt! Ihr lebt doch nicht hinterm Mond, oder?
Zu guter Letzt danken wir vor allem Gott, der uns über diese Tage behütet und bewahrt hat, der uns gute Gemeinschaft und Segen geschenkt hat, ja, der einfach immer mit dabei war. Danke lieber Gott für Deine Gegenwart in unserem Leben!
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