Festumzug und „Cafe in der Kirche“– Beierfelder EmK mittendrin
Anlässlich der 800-Jahr-Feier von Beierfeld vom 28. Juni bis 6. Juli 2008 gab es auch für uns, als EmK-Gemeinde, alle Hände voll zu tun. Nach dem Ökumenischen Gottesdienst im Freien am ersten Festsonntag, hatten wir am Dienstagabend in unsere Kirche eingeladen hatten, um die Entstehung unserer Gemeinde mit alten Dias und einer Chronik bekanntzumachen. Der Höhepunkt der Feierlichkeiten war am Sonntag, dem 6. Juli, erreicht.
Im Historischen Festumzug des Ortes liefen viele Menschen aus unserer Gemeinde zusammen mit ihren Geschwistern aus der lutherischen Gemeinde im Bild: „Kirche heute“. Mit T-Shirts in orange und blau, den Farben der beiden Gemeinden, die jeweils mit den eigenen Logos für das Fest angefertigt wurden, zeigten wir uns als lebendige Kirche und fröhlich singende Christen der Gegenwart. Angeführt von John Wesley und seiner „Holy Bibel“, alias unser Pastor Lutz Brückner, und Martin Luther – nicht auf der…, sondern im Wartburg - fuhren zwei Kremserwagen mit Posaunenchor und Kirchenchor, die die Aufschriften „Wir machen viel zusammen“ und „Wir glauben an Jesus Christus“ trugen. Dazwischen wanderten die Kleinsten mit einem Schwungtuch und belebten das Bild. Abwechselnd spielte der Posaunenchor seine mitreißenden Lieder, sang der Chor oder die Kinder fast den ganzen Festmarsch durch den lang gestreckten Ort. Aus dem bekannten Lied „Gott hält die ganz Welt in seiner Hand“ wurde schnell „Er hält auch Beierfeld in der Hand!“ Nebenbei wurden Flyer über die Kirchgemeinden des Ortes und christliche Grußkarten an die am Straßenrand stehenden Zuschauer verteilt. Wir Christen zeigten im Ganzen ein buntes und bewegtes Kirchenbild der heutigen Zeit, was gleichzeitig auch Bekenntnis war für unseren christlichen Glauben.
Aber damit noch nicht Schluss, denn auch in der EmK selbst, die mitten an der Hauptstraße liegt, wo der Festumzug vorbeiging, wurden die Türen geöffnet und in die „Offene Kirche“ und zum „Cafe in der Kirche“ eingeladen. Viele fleißige Helfer, auch aus der benachbarten Gemeinde Grünhain, hatten sich mit Kuchen, Tee und Kaffee auf den Ansturm vorbereitet. Während des Umzuges verteilten sie Getränke an die Zuschauer und erfreuten die durstigen Festbesucher an diesem heißen Sommertag. Auch so manche anderen Bedürfnisse konnten im Gemeindezentrum gestillt werden. Ein Raum der Stille mit Bildmeditation und leiser beruhigender Musik war ein kleines Kontrastprogramm zu dem sonst eher lauten Tag im Ort. Wegen der zentralen Lage standen alle Toiletten des Gemeindehauses der Öffentlichkeit zur Verfügung, was einige neue Besucher in die Kirche lockte. Im Anschluss an den Festumzug wurde es in der EmK richtig voll und viele trafen sich im „Cafe“, um die Festwoche in fröhlicher und geschwisterlicher Verbundenheit ausklingen zu lassen. Das war ein schönes Bild, alle gemeinsam an einem Tisch.
Gott meinte es so gnädig mit uns, dass der angekündigte Regen erst nach dem Festumzug anfing, als wir längst glücklich und geschafft im Trockenen saßen. Manche sagten, es wäre ein „gutes Timing“ gewesen, aber wir wissen, wem wir das alles zu verdanken haben und so können wir am Ende dieser Tage wie die Kindern in ihrem Lied einstimmen: „Unser Gott ist ein mächtiger Gott, er herrscht vom Himmel herab mit Weisheit, Liebe und Kraft, unser Gott ist ein mächtiger Gott!“
Britt Müller, EmK Beierfeld
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