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Kinderwochenende

Wochenende des Kindergottesdienstes in Scheibenberg vom 07. bis 09. Juli 2006

Vom 7.7. bis 9.7.06 erwartete die Kinder unserer Kindergottesdienstgruppen Grünhain und Beierfeld ein lang ersehnter Höhepunkt. Wir trafen uns zu unserer Wochenendrüstzeit zum Thema: „Wer sich zu Gott hält, der wird auch von Gott gehalten – Daniel.“

Die Kinder, das waren: Elisabeth R., Rebekka, Deborah, Anna-Maria, Hanna, Dorle, Joseph, Florian, Simon St., Robin, Benjamin, Simon S., Fabian, Peter, Max, Andreas, Linda, Julia und Claudia (die Schwester von Julia, war das erste Mal überhaupt bei uns!), sowie die Helfer: Uwe, Claudia, Theresa, Elisabeth, Antje, Jens, Gudrun, Conny und ihre kleine Helene, Matthias und Britt.

So trafen nun am Freitagabend alle ein, Uwe teilte die Zimmer auf, wir aßen Abendbrot und setzten uns dann später zusammen, um uns auf das Wochenende einzustimmen. So erfuhren wir durch spielerische Szenen, wie es so mit Daniel begann. Der war nämlich als Kind mit seinen Verwandten und Bekannten, den Juden aus Jerusalem, in die Verbannung nach Babylonien geführt worden durch den König Nebukadnezar. Er und seine 3 Freunde wurden auserwählt, um die fremde Schrift zu erlernen und damit dem König später zu Diensten zu sein. Daniel hielt sich fest an Gottes Gebote, obwohl er oft versucht wurde, diese zu brechen. Aber er hielt dem stand und blieb seinem Gott, dem Gott Israels, treu.

Mit einer kleinen Spielrunde und der Abendandacht beschlossen wir den ersten Tag. Es war schon erstaunlich für uns „Große“, mit welcher Leichtigkeit und Selbstverständlichkeit die Kinder frei beteten und Gott dankten. Lange kamen die Kinder nicht zur Ruhe, weil natürlich alles so aufregend war.

Am nächsten Morgen, sehr frühzeitig!!!! waren aber die ersten Jungs in den oberen Etagen schon fit, sehr zum Leidwesen der daneben schlafenden Helfer … Nach der Morgenandacht und einem kräftigen Frühstück begrüßten wir auch unsere Kleinsten, die an diesem Tag von Steffi und Matthias mitgebracht wurden. So waren auch Johanna, Lisa, Sebastian, Lea und Elisa mit bei uns und gewöhnten sich schon mal an unsere tolle Gemeinschaft. Dann teilten wir die Kinder in 3 Gruppen, um noch mehr von Daniel und seinen Erlebnissen zu hören. So stand eine ziemlich spannende Geschichte auf dem Plan: „Die geheimnisvolle Schrift an der Wand: Mene, mene Tekel upharsin!“ Und wir lernten, dass zu viel des Bösen irgendwann doch genug ist und Folgen hat, so wie z.B. die Lästerung Gottes durch den König Belsazar. Daniel, der die Schrift als Einziger durch Gottes Hilfe deuten konnte, musste dem König sagen, dass er: „gewogen und zu leicht befunden“ ist. Zu viel Unrecht getan, brachte es diesem König das Ende seines Reiches und seinen Tod.

Nach diesem sehr schönen und abwechslungsreichen Vormittag, spielten wir natürlich auf dem wunderbaren Gelände Baseball, Fußball, Minigolf usw. Nach dem Mittagessen wollten wir eigentlich ein Geländespiel im Garten machen, aber da der Regen uns kurz davon abhielt, sangen wir drinnen und machten ein paar lustige Spiele. Dann aber ging es los und wir konnten in 2 Mannschaften verschiedenste Stationen anlaufen. So u.a. Sockenweitwurf, Dart, Wettnageln, Luftballonwettfliegen, Wettspritzen mit der Kübelspritze von der Feuerwehr, Ballspiele und noch viel mehr. Danach spielten wir unser Lieblingsspiel: Baseball, wobei wir aber einen ziemlich schmerzhaften Unfall bei dem so tapferen Joseph hatten, der den Schläger unbeabsichtigt an den Kopf bekam und tierisch blutete, was aber schlimmer aussah, als es dann wirklich war. Sogleich wurde er fachmännisch verarztet und konnte schon nach wenigen Minuten weiterspielen. Für seine Tapferkeit bekam Joseph sogar eine Urkunde am nächsten Tag! Am Abend hatten wir das Lagerfeuer angemacht - wo der Jens ist, ist auch das Feuer nicht weit!!! Wir aßen Knüppelteig und freuten uns auf das letzte Spiel von unserer deutschen Mannschaft um den 3. Platz bei der WM. Fast alle Kinder saßen dann zusammen mit ein paar ganz begeisterten Fußballfans, wie Antje, vorm Fernsehen und hatten richtig Spaß, denn es fielen mehrere Tore für uns und den Jubel hat man bis Beierfeld gehört, den unsere Kinder da losließen! Sogar die Kinder, die bisher nichts vom Fußball wissen wollten, werden nun begeisterte Fans sein, denn das Gemeinschaftsgefühl und die Stimmung waren einmalig. Erst spät abends fielen wir alle ins Bett, so dass wir am nächsten Morgen fast das Frühstück und den Gottesdienst verpennten.

Herrlich geweckt wurden wir jeden Morgen von Eli mit der Trompete. Aber an diesem Morgen lagen alle wie tot in ihren Betten, und es war schwer, sie zum Aufstehen zu bewegen. Nachdem es nun doch alle geschafft hatten, in ihre Sachen zu schlüpfen, gestalteten wir als Helfer mit den Kindern diesen Gottesdienst aus. In unserer letzten Einheit, dem Gottesdienst, ging es dann um die bekannteste Geschichte von Daniel, nämlich die, als er in die Löwengrube geworfen wurde. Wir erfuhren von dem gemeinen Plan der Minister, die eifersüchtig auf Daniel waren und eine Intrige gegen ihn ersannen. Aber wer sich zu Gott hält, wie Daniel, der wird auch von Gott gehalten. So das Fazit unseres Themas und das Kennenlernen Daniels, als ein Vorbild in Sachen Treue und Gehorsam gegenüber Gott.

Die Kinder lernten an diesem Wochenende ein herrliches Lied, was sie immer, fast wie eine Hymne, leidenschaftlich trällerten: „Unser Gott ist ein mächtiger Gott, er herrscht vom Himmel herab mit Weisheit, Liebe und Kraft – unser Gott ist ein mächtiger Gott.“ So sangen sie im Gottesdienst und es war für uns alle sehr beeindruckend, mit welcher Hingabe und Fröhlichkeit unsere 20 Kinder vorn standen und damit auch Zeugnis gaben.

In jeder freien Minute wurde Baseball gespielt. Antje hatte den absoluten Renner, denn sie färbte allen Kindern und auch einigen Helfern rote Strähnchen in die Haare. Das war für viele der Hit. Nach dem Mittagessen wollten wir zum nahe gelegenen Wald, um unser Schmugglerspiel zu machen. Auch da gab es einige Ausfälle und kleinere Verletzungen, aber es hat wohl den meisten Spaß gemacht, sich möglichst unbemerkt durch den Wald zum Zielpunkt zu schleichen, ohne von den Polizisten gefangen genommen zu werden und die Schmuggelware (Bierdeckel) abgeben zu müssen.

Nachmittags hielten wir noch einmal kurz Rückschau, was uns denn so gefallen hat und was nicht an diesem Wochenende. Im Allgemeinen waren es nur positive Dinge, die die Kinder aufzählten. Negativ war nur, dass es schon wieder so schnell vorbei ist und wir doch mal länger fahren sollten! Aber ob das die Helfer durchhalten, ist die Frage! Völlig k.o. und um so manche Erfahrung reicher, fuhren wir am Abend wieder heim.

Sehr erfreulich war, dass es bei den doch vielen Kindern kaum Streit untereinander gab, dass niemand allein gelassen war und alles sehr friedlich und fröhlich ablief. Ein Dank an Uwe für seine Organisation und allen Helfern, die sich wieder mal als harmonisches und ideenreiches Team erwiesen, aber auch an alle Kinder, die das Wochenende zu dem gemacht haben, was es war: ein Höhepunkt.

Britt Müller im Juli 2006


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