Beierfeld
Elterlein
Grünhain

Grünhain

Zionskirche Grünhain

Beierfelder Weg 5
08344 Grünhain-Beierfeld

Gottesdienst:
Jeden Sonntag um 9.00 Uhr


Kirche und Gemeindehaus in Grünhain

Die Geschichte der Gemeinde

Die ersten methodistischen Gottesdienste in Grünhain fanden 1886 in der Hospitalgasse statt, im Haus der aus Bockau zugezogenen Familie Adolf Weigel. Zunächst kamen die Prediger aus Schwarzenberg, um das Wort Gottes zu verkündigen. Zahlreiche Menschen fanden in dieser Zeit zum lebendigen Glauben an Christus und schlossen sich der Gemeinde an. So wurde die Wohnung von Familie Weigel für die Gottesdienste bald zu klein. Man mietete einen größeren Raum im sogenannten "Hecker-Volkmar-Haus" im Hinterstädtel. Hier hatte die Gemeinde fast 20 Jahre ihre Heimstätte. Dabei wuchs sie weiter. 1890 wurde der Frauenmissionsverein gegründet. 1893 entstand der Gemischte Chor. 1907 begann man mit der Sonntagsschularbeit und ein Jahr später wurde der Jugendbund gegründet. Ein reges Gemeindeleben war entstanden. Dabei war es für die noch junge Gemeinde nicht immer leicht, sich zu behaupten. Ihre Arbeit wurde behindert und sie war allerlei Anfeindungen ausgesetzt; es gab Versammlungsverbote und sogar gewaltsame Störungen der Gottesdienste. Doch Gott bekannte sich zu der begonnenen Arbeit und segnete sie weiterhin. Im Jahre 1908 siedelte die Gemeinde in das Haus der Familie Hübner in der Fürstenbrunner Straße über. Auch dort hat sie viele segensreiche Stunden der Gemeinschaft erlebt. Bald wurde aber auch dieser Versammlungsraum zu klein. So plante man, eine Kapelle zu bauen. Während der Dienstzeit von Prediger Bierwirth (Lauter) kam dieser Bau durch hohe Opferbereitschaft und großen Einsatz der Gemeindeglieder zustande. Am 10.10. 1926 konnte die neue "Zionskirche" eingeweiht werden. Seitdem wurde der Innenraum der Kirche einige Male verändert, das letzte Mal im Jahr 1983. Dies gab der Kirche ihr heutiges Aussehen.
Viele Veranstaltungen der Gemeinde wurden im kleinen Saal der Kapelle (heute Garderobe) durchgeführt. Als aber im Mai 1957 die Orgel eingebaut wurde, stand dieser Raum dafür nicht mehr zur Verfügung. So wurde auf dem Dachboden ein Provisorium geschaffen: das Wesleyzimmer für den Kirchlichen Unterricht und ein fensterloser Raum für Bibelstunden und andere Veranstaltungen. Später wurde erwogen, diesen Raum nach beiden Seiten zu erweitern und Kippfenster in das Dach einzubauen. Aber dieser Plan musste nach Prüfung der Tragfähigkeit der Decke wieder verworfen werden. Ein geplanter Anbau konnte ebenfalls nicht realisiert werden, da die Behörden der DDR dazu keine Genehmigung gaben.
Nach der Wende wurde erneut der Bau eines Gemeindehauses in Erwägung gezogen. Bei der anstehenden Planung ging die Gemeinde sehr verantwortungsbewusst vor. Am 20.5.1995 war es dann soweit. Der Mutterboden wurde abgetragen - Baubeginn! Der Rohbau ging, von einigen Pannen abgesehen, zügig voran. Am 30.9.1995 konnten wir das Richtfest feiern. Über das Winterhalbjahr wurde der Innenausbau in Angriff genommen - hauptsächlich in Eigenleistung der Gemeinde. Zunächst wurde die Pastorenwohnung fertiggestellt. Im August 1996 konnte Pastor Brückner mit seiner Familie dort einziehen. Am 17.3.1997 war es dem Seniorenkreis vergönnt, den fertigen Gemeinderaum erstmals zu nutzen. Der Bau ist nun (fast) abgeschlossen. Auch das Außengelände konnte zum großen Teil wieder in Ordnung gebracht werden; an der oberen Grundstücksgrenze entstanden außerdem Parkmöglichkeiten für 5-6 Fahrzeuge.
Unsere Gemeinde konnte im Oktober 1997 (im 111.Jahr ihres Bestehens) die Einweihung des neuen Gemeindehauses feiern. Wir danken vor allem Gott, unserem Herrn, der zu allem das Gelingen geschenkt und seinen Segen gegeben hat. Wir danken aber auch den vielen Schwestern und Brüdern, die durch ihre Spenden, durch ihren Einsatz auf der Baustelle (insgesamt wurden über 5.500 Arbeitsstunden geleistet!) und durch ihre Gebete mitgeholfen haben, dass dieses Gemeindehaus entstehen konnte. Ein herzlicher Dank auch an die Geschwister der Beierfelder und Elterleiner Gemeinde, die die Grünhainer tatkräftig unterstützten. Wir danken auch den Geschwistern unserer Partnergemeinde in Wiesbaden, die den Bau unseres Gemeindehauses durch ihre Gebete begleiteten und auch so manche Spende überwiesen. Ebenso danken wir allen anderen, die sich an der Realisierung dieses Baus in irgendeiner Form beteiligt haben.
Wir freuen uns über die neugeschaffenen Räume, in denen wir als Gemeinde nun leben und arbeiten können. Unsere Zionskirche ist für uns ein schönes Zuhause geworden. Hier treffen wir uns zu Gottesdiensten und Bibelstunden, Kindergottesdiensten und Jugendabenden, Ehekreis- und Seniorenzusammenkünften und anderen kirchlichen Veranstaltungen. Unsere Kirche ist ein Ort der Begegnung, der Begegnung mit Gott, aber auch ein Ort, an dem Menschen sich begegnen und wohlfühlen können. Möge es auch weiterhin so sein, dass in dieser Kirche eine Gemeinde zusammenkommt, die für Gott und ihre Mitmenschen da ist, die in herzlicher Gemeinschaft miteinander lebt, die offen ist für alle, und die den ihr aufgetragenen Dienst in unserer Welt heute tut.


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