Monatsspruch Dezember 2008 | Geistliches Wort  

Geistliches Wort

Das Geistliche Wort 28.06.2008

Das Geistliche Wort (28.06.2008)

Von bunten Blumen und anderen Zielen

In den letzten Wochen haben sich die Gärten, die Balkone und die Fensterkästen prächtig entwickelt - schön bunt und vielfältig. Ab und zu sind auch ungewöhnliche Gewächse und Blumen dabei. Jedes Jahr freuen wir uns daran.
Schnell wird da vergessen, was für eine Arbeit dahinter steckt. Man muss überlegen, was am besten wohin passt, wo diese Pflanze am besten gedeihen kann, wann man sie aussäen muss, oder ob man sie schon als kleines Pflänzchen kauft. Man braucht die richtige Erde, genug Wasser und und und. Es gibt also viel zu tun und zu bedenken. Aber wer das Ziel vor Augen hat und die Gartenarbeit ein bisschen mag, für den ist das zu schaffen und es kann zu einer großen Freude und Erfüllung werden.
Was haben wir eigentlich für Ziele in unserem Leben? Einen guten Job zu bekommen. Die Kinder groß ziehen. Irgendwann die Rente genießen. Vielleicht sind es aber auch viel kleinere Ziele: Endlich das Enkelkind wieder sehen, ein Musikinstrument erlernen oder mal wieder ein gutes Buch lesen.
Um diese Ziele zu erreichen brauchen wir, wie auch im Garten, einige Voraussetzungen. Viele davon können wir selbst schaffen: Wir können uns das Buch kaufen oder in der Musikschule anmelden. Wir können das Buch dann auch lesen und zum Musikunterricht gehen. Aber da ist noch etwas, das wir nicht selbst bestimmen können, worauf wir keinen Einfluss haben: Ob uns das Buch wirklich anspricht, oder ob wir genügend Musikalität haben, das Instrument gut zu erlernen, das können wir nicht selbst bestimmen.
So ist das mit den Blumen im Garten, ob sie gedeihen oder nicht, das wissen wir nicht. Wir können nur alles dafür tun. So ist das auch mit den kleinen Zielen in unserem Leben, genauso wie mit den großen. Das Gute ist, dass wir nicht verzweifeln müssen, sondern dass wir uns an Gott wenden können, der uns und unsere Wünsche kennt und der alles gelingen lassen kann. Gott ist es nicht egal, wie wir leben und was uns bedrückt, wenn uns etwas trotz vieler Bemühungen nicht gelingt. Er will für uns da sein und kann viele Ziele Wirklichkeit werden lassen.

Praktikantin Maria Dörffel, Evangelisch-methodistische Kirche Grünhain


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