Gott spricht: Seht, ich mache alles neu! (Offenbarung 21,5)
Ist das nicht ein herrliches Bild, das uns Johannes da vor Augen malt? Leid und Schmerzen werden nicht mehr sein, selbst der Tod ist nur noch Vergangenheit. „Ich mache alles neu!“ Wäre es nicht schön, in dieser neuen Welt, in dieser neuen Stadt Gottes zu wohnen? Wenn wir den ganzen Text im Zusammenhang lesen, merken wir schnell, dass er die Ewigkeit beschreibt, er handelt von dem, was zukünftig sein wird. Aber schon die Aussicht auf solch einen Ort, an dem alle Sorgen, die uns beschäftigen, einmal vorbei sein werden, beruhigt uns.
Sehen wir uns diese Perspektive etwas näher an: Diese Zukunft wird für alle Menschen angeboten, wenn wir einmal sterben. Johannes kann es kaum beschreiben. Die alte Erde, selbst der alte Himmel und das alte Meer sind vergangen. Ein neuer Himmel, eine neue Erde steht da. So komplett werden wir und unsere Welt umgestaltet werden. Gott selbst schafft diese neue Welt. Er möchte mit uns gemeinsam in dieser neuen Stadt leben. Und er möchte noch mehr für uns tun, er möchte unsere Heilung und Neuschöpfung ganz direkt.
„Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein, denn das alte ist vergangen“. Trauer, Schmerz und Klage nimmt Gott hinweg. „Siehe ich mache alles neu“: Jesus, der alles umfasst, der Anfang und Ende ist, er selbst gestaltet alles neu. Und was immer uns belastet hat und noch belastet, wird für immer ein Ende gefunden haben.
Was für eine Sehnsucht weckt dieses Bild. Viele von uns haben in diesem Jahr einen nahe stehenden Menschen verloren, ein Familienmitglied, einen Freund. Sie können jetzt schon in solch einer Zukunft leben. Wer zu Christus gehört, der hat es in der Ewigkeit mehr als gut, für den werden alle Entbehrungen des Lebens hinweg genommen und verwandelt werden in eine neue Herrlichkeit. Diese Aussicht füllt natürlich nicht die Leere, unter der wir hier noch leiden, aber sie lässt uns leichter loslassen, wenn wir wissen, dass es so um den Menschen bestellt ist, der uns fehlt.
Wir dürsten nach solch einer Hoffnung für die Gegenwart und für die Zukunft. Und Jesus will uns diesen Durst stillen: „Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst.“ Umsonst! Keine Leistung, kein Programm, kein Kampf. Nicht meine Leistung ist gefragt sondern nur Nachfolge. Wer mit Jesus lebt und ihm alles anvertraut, der wird dies alles erben. Wir wollen unser Leben in seine Hände legen und ihm nachfolgen. Wir wollen unserem Gott folgen, der hier und in der Ewigkeit unsere Tränen zu trocknen vermag, der uns in unserem Leben vorangehen will. Lasst uns ihm vertrauen und ihn erleben!
Uwe Lorenz
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