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Monatsspruch Mai 2007

Alle Zungen sollen bekennen, dass Jesus Christus der HERR ist, zur Ehre Gottes, des Vaters.
(Philipper 2,11)

Der Monatsspruch bildet den Abschluss einer „Kurzbiographie“ unseres Herrn Jesus Christus. Sie beginnt bereits im 6.Vers von Phil.2. Sie beschreibt den Ursprung von Jesus, der einmal in Gestalt Gottes war und IHM gleich. Aus Liebe zu uns erniedrigte er sich selbst, nahm Knechtsgestalt an und wurde schließlich Mensch. Der Evangelist Johannes schreibt dazu: „Das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns“ (Joh 1,14). Aber Jesus ging noch weiter: Er ging den Weg ans Kreuz. Für unsere und der Welt Sünden ging er in den Tod. Damit hat er uns losgekauft vom Verderben, er hat unsere Schulden getilgt.

Aber der Tod konnte ihn nicht festhalten. Gott, der Vater, hat ihn auferweckt zu neuem Leben. Er ist der Erstling der Auferstehung (1.Kor 15,23). Durch seine Auferstehung ist auch der Weg für uns zum neuen Leben frei. Für uns als Glieder an seinem Leib. Aber damit ist die Geschichte noch nicht zu Ende. Gott selbst erhöht seinen Sohn weiter. Nach 40 Tagen lässt er ihn in den Himmel fahren, um wieder, wie vor seiner Erniedrigung, zur Rechten Gottes zu sitzen. Gott hat ihm einen Namen verliehen, der über jeden Namen ist. Jesus ist der Allmächtige, der Herrscher über die Schöpfung. Er ist der Anfang und das Ende.

Und genau davon spricht der Monatsspruch: Jesus spricht das letzte Wort. Darauf können wir vertrauen. Auch wenn es offensichtlich in der Welt nicht danach aussieht, weil uns jeden Tag schlimmere Nachrichten erreichen: Da sind die Kriegstreiber, die offenbar keine Grenzen kennen, und für eine paar Liter Öl tausende von Menschen opfern. Da sind die Fanatiker, die aus blindem Hass sich selbst und andere in den Tod reißen. Da sind die Bosse, die ohne Skrupel fürstliche Gehälter beziehen, während andere weit unter der Armutsgrenze leben müssen. Kinder werden von Eltern zu Tode geprügelt, Regierungen bedienen sich nach Belieben aus Steuergeldern, Sportler werden zu Göttern gemacht …

Philipper 2,11 gibt uns einen Ausblick auf das Danach, gibt uns die Hoffnung auf das Happy End. Jesus sagt uns: „In der Welt habt ihr Angst.“ Wie recht er doch hat! Und weiter: „Aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden.“ Er hat die Welt mit all ihrem Übel besiegt. Wir erfahren in unserem Monatsspruch, dass niemand an Gott bzw. Jesus vorbei kommt. Alle müssen einmal Rechenschaft ablegen und bekennen, dass er der Herr ist. Er spricht das letzte Wort. Er wird den Plan Gottes zu Ende führen. Keiner kommt zum Vater, keiner erlangt das LEBEN als nur durch Jesus.

Und warum das alles? „Zur Ehre, zur Herrlichkeit Gottes, des Vaters.“ (Wir beten jeden Sonntag im Gottesdienst: Dein ist die Herrlichkeit, in Ewigkeit.) Alles zielt nur auf die Verherrlichung Gottes hin – auch das Tun Jesu. Er muss herrschen, bis er alle Feinde unter Gottes Füße gelegt hat, um sich letztendlich wieder Gottes Herrlichkeit unterzuordnen (1.Kor 15,25ff).

Wir kommen gerade von Ostern her, sind sozusagen mit der Verkündigung erst auf dem halben Weg der Jesus-Biographie angelangt. Lasst uns mit diesem Text die Gelegenheit nutzen, um gleich einen Schritt weiter zu denken. Um das große Ziel nicht aus den Augen zu verlieren ...

Bernd Stiehler


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