Groß sind die Werke des Herrn, kostbar allen, die sich an ihnen freuen. (Psalm 111,2)
Gedanken zum Monatsspruch Juni 2007:
„Halleluja! Ich danke dem Herrn von ganzem Herzen.“ So beginnt der 111. Psalm. Gläubige Menschen können bezeugen, dass die Taten Gottes groß und wunderbar sind. Sie dürfen es immer wieder in ihrem Leben erfahren. Gott, der Herr, hat Großes getan in seiner Schöpfung, in ganzen Völkern, im Leben einzelner. Der Monatsspruch rühmt die Werke Gottes. Was der Herr tut, ist herrlich und großartig. Dies sollten wir nie aus den Augen verlieren. Wenn wir an seine großen Taten denken, wird uns das mit einem dankbaren Herzen erfüllen.
Gott hat durch sein Wort die ganze sichtbare Welt geschaffen: das Universum, die Erde, die Himmelskörper und alles Leben auf der Erde einschließlich den Menschen. Im 111. Psalm wird Gott wegen seiner Taten gerühmt. Zu seinen Werken gehört die ganze Schöpfung, alles, was er gemacht und getan hat und noch tun wird.
Gott hat den Menschen dazu bestimmt, sein Ebenbild zu sein und in einem persönlichem Verhältnis mit ihm zu leben. Die Natur, alles was auf der Erde ist, soll zur Freude des Menschen dienen. Gott hat seine Schöpfung dem Menschen anvertraut, um sie zu verwalten. Der Mensch ist für Gott bestimmt und die Schöpfung für den Menschen. Gott steht über den Menschen und der Mensch über der Natur. Sie ist sein Lebensraum. Aufgabe des Menschen ist, sie zu bewahren. Zerstört er sie, zerstört er seinen Lebensraum.
Leider ist dies tatsächlich passiert. Durch die Sünde hat der Mensch seine Beziehung zu Gott zerstört. Folgen davon sind die zerstörte Schöpfung und zerstörtes Leben. Im Monatsspruch ist die Rede von den Werken Gottes. Wir denken sicherlich da zuerst an die Schöpfung. In anderen Bibelübersetzungen wird anstelle von den Werken von den Taten Gottes gesprochen. Unter diesen Taten verstehe ich mehr als nur das, was Gott geschaffen hat. Ich verstehe darunter sein ganzes Handeln an uns Menschen. Für mich ist seine größte Tat das Erlösungswerk, das Gott für uns Menschen durch seinen Sohn Jesus Christus vollbracht hat.
Gott selbst ist durch Jesus Christus für uns Menschen am Kreuz gestorben. Dadurch hat er die Sünde ausgetilgt, die uns von Gott trennt und den Tod sowie eine zerstörte Schöpfung zur Folge hat. Jesus hat durch sein Sterben am Kreuz den Riss geheilt, der durch die ganze Schöpfung geht. Leben ist nun wieder möglich. Es ist unvergleichlich, was der Herr für uns getan hat. Er nimmt den Tod auf sich, den wir Menschen verdient haben. Er lässt an sich das Todesurteil vollstrecken, das für uns Menschen bestimmt war. Und wir dürfen leben, sofern wir an ihn glauben. Gott hat Jesus von den Toten auferweckt und für uns ist nun ewiges Leben möglich.
So haben wir Grund genug, dem Herrn von ganzem Herzen und allezeit zu danken. Er hat Großes an uns getan und tut es Tag für Tag. So lasst uns an die großen Taten Gottes denken und dem Herrn loben und preisen. Das wird uns mit Freude erfüllen. Halleluja
Wilfried Wendler
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