Vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Niedergang sei gelobet der Name des Herrn! (Psalm 113,3)
Gedanken zum Monatsspruch:
„Vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Niedergang sei gelobet der Name des Herrn!“ Wenn das nur so einfach wäre, von morgens bis abends den Namen Gottes loben. Wir haben doch so viel anderes zu tun. Der Tag reicht jetzt schon nicht aus, alle unsere kleinen und großen Probleme zu bewältigen.
Ja, das Loben geht ganz leicht, wenn man glücklich und zufrieden ist. Gerade jetzt, in der uns bevorstehenden Urlaubszeit finden wir viele Dinge, und vor allem die Zeit, um Gott zu loben und ihm für die wunderbare Schöpfung zu danken. Blaues Wasser an weißen Stränden mit Palmen oder Blumenwiesen auf den Berghängen. Aber auch das Lächeln eines Kindes, die gemeinsamen Erlebnisse mit Freunden machen es uns einfach und uns fällt dann dieser bekannte Kanon: „Vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Niedergang sei gelobet der Name des Herrn“ ein. Aber was ist, wenn ein Kind plötzlich krank wird, wenn das Urlaubsquartier nicht so ist, wie im Prospekt beschrieben? Was ist, wenn der Chef den Urlaub nicht genehmigt, oder aus Geldnot der Ausflug verschoben wird? Was ist, wenn Streit in den Familien ist, Eltern und Kinder sich nicht verstehen? Wir neigen dann dazu, zu klagen, oder anzuklagen. Wir sind ja nicht schuld, meist sind es ja doch die Anderen. Es fällt uns dabei nicht auf, das wir damit sündigen. In der Bibel steht eindeutig: “Wir sollen Gott loben.“ Nicht nur, wenn es uns gut geht, oder wir Zeit haben, sondern vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Niedergang, von Früh bis Abends, den ganzen Tag. Wir sollen nicht klagen oder vergleichen, sondern beständig loben und danken.
Aber können wir denn immer Gott aus tiefsten Herzen loben? Ich meine, ja. Es fällt sicher manchmal schwer, aber es ist möglich und nötig. Denn Gott ist einer, der nicht nach Lust und Laune seinen Willen ändert. Er ändert seine Meinung uns Menschen gegenüber nicht. Er hängt an uns, sogar dann, wenn wir seine helfende Hand ablehnen und nichts mit ihm zu tun haben wollen. Gott hat versprochen bei uns zu sein. Aber woher wissen wir denn das? „Vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Niedergang sei gelobet der Name des Herrn!“ Wie heißt er denn, dieser Name? Wie lautet denn der Name Gottes? Der Psalm nennt den hebräischen Namen Jahwe. Und dieser Name meint: „ Ich bin bei euch. Ich bin für euch Menschen da. Ich werde immer für euch da sein, 24 Stunden an jedem Tag“. Gott will bei uns sein, auch dann, wenn wir vielleicht gerade schlechte Erfahrungen machen, wenn es uns nicht gut geht und wir zweifeln. Wo wir Gott auch in schweren Zeiten dabei sein lassen, zeigt sich ein Lichtstreifen am Horizont. „Und wenn du denkst, es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein Lichtlein her“. Dieses Lichtlein, ist kein Zufall, sondern Gottes helfende Hand. Gott ist immer da, das hat er uns versprochen. Wir müssen ihn suchen, und er wird sich finden lassen. Dann sehen wir auch die kleine Blume auf der Betonstraße, hören das Kinderlachen im Großstadtrummel und spüren die Sehnsucht und den Frieden in unseren Herzen. Dann können wir loben und danken aus tiefster Seele, vom Morgen bis zum Abend, den ganzen Tag. Das wünsche ich uns allen in den bevorstehenden Sommermonaten. Mögen wir uns erfreuen an Gottes wunderbarer Schöpfung, mögen wir seine kleinen und großen Wunder wirklich erkennen und dankbar sein, vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Niedergang.
Bernd Lorenz
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