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Monatsspruch Dezember 2007

Aber die auf den Herrn harren, kriegen neue Kraft, dass sie auffahren mit Flügeln wie Adler, dass sie laufen und nicht matt werden, dass sie wandeln und nicht müde werden.
(Jesaja 40,31)



Gedanken zum Monatsspruch:

Unser Monatsspruch beginnt mit einem "Aber", also muss zuvor etwas stehen, was dieses „aber“ rechtfertigt. Dazu bedarf es, das man den ganzen Text in Jes 40 liest. In Vers 30 steht, dass Jünglinge ermüden und junge Männer straucheln, ja sogar hinfallen. Aber die auf den Herrn hoffen, gewinnen neue Kraft. Das 40. Kapitel ist überschrieben mit: "Die unvergleichliche Größe Gottes!"

Es werden verschiedene Vergleiche gezogen und man gewinnt den Eindruck, dass der Mensch ein Nichts ist. Nur der letzte Vers zeigt, dass, wer sich auf Gott verlässt, von IHM auch getragen wird.

Es ist nicht immer leicht, das so zu sehen, gerade, wenn es einem wieder mal so richtig schlecht geht. Und dann die Aufgabe, etwas für den Gemeindebrief zu schreiben, auch noch über einen Vers, an dem mein Glaube getestet wird: Laufen ohne zu ermatten, gehen ohne müde zu werden, die Schwingen empor heben wie die Adler.

Es steht so in SEINEM Wort, demzufolge sollte es auch in unserem Leben so sein. Das ist aber nicht immer so. Was will Gott eigentlich von mir oder dir? Warum geht es uns nicht immer so wie es der 31.Vers beschreibt? Hoffe ich zu wenig, liegt es daran, dass mein Glaube nicht stark genug ist? Wieso bin ich in dieser Situation gerade jetzt? Fragen, die man sich stellt, wenn man diesen Vers liest.

Aber er gibt auch Hoffnung, mehr noch: er gibt Mut, nicht zu verzweifeln, sondern sich an Gott zu wenden, denn er ist der unvergleichliche Gott, niemand ist wie er. Darum, weiß er auch, was für mich und für dich gut ist. Hierzu fällt mir noch ein Vers ein: "Seine Gedanken sind höher als unsere Gedanken ...". Wir verstehen nicht immer seinen Plan mit uns, jedoch sagt er es uns zu der Zeit, wo wir es wissen müssen. Das lässt uns dann auch wieder hoffen. So steht es ja auch in unserem Monatsspruch. "... die auf den Herrn hoffen bekommen ...".

Bei meinem letzten Dienst in Scheibenberg durfte ich einen Prof. Dr. med. Weise kennen lernen. Er hatte an diesem Sonntag den Predigtdienst übernommen. Nach dem Gottesdienst haben wir uns unterhalten und kamen auch auf meinen Gesundheitszustand zu sprechen. Er hat mir zu verstehen gegeben, dass Gott niemals einen Fehler macht und ich soll den Zustand, in dem ich bin, so sehen, dass ich IHM dadurch besser am Wort dienen könnte.

Ich glaube, es geht bestimmt noch vielen Geschwistern so, dass sie manche Situation in ihrem Leben nicht verstehen. Ich möchte euch Mut machen, auf den Herrn zu hoffen. Gott ist groß und mächtig, er sieht die Dinge anders als wir, daher lässt er uns auf aufsteigen wie einen Adler und gibt uns auch Kraft, den Weg zu gehen, den er uns zeigt.

Jens Schramm


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