Monatsspruch März 2008 | Kirchliches Wort  

Monatsspruch Februar 2008

Jesus Christus spricht: Alles, was ihr bittet in eurem Gebet, glaubt nur, dass ihrs empfangt, so wird's euch zuteil werden. (Matthäus 11,24)

Gedanken zum Monatsspruch:
Welch eine herrliche und wunderbare Zusage „Bittet und es wird euch gegeben” - wem gefällt das nicht, wenn seine Wünsche und Bitten in Erfüllung gehen? Doch welche Garantie haben wir, dass unsere Gebete auch erhört werden? Wir müssen lernen, die Zusagen Gottes in der Bibel ernst zu nehmen. Unsere Not ist die, dass wir mehr mit unseren Gefühlen, mit Fleisch und Blut, mit Erfahrungen und mit unseren Fähigkeiten rechnen als mit den Zusagen Gottes. Wenn Jesus spricht: „Bittet, so wird euch gegeben”, dann meint er auch, was er sagt. In seinen Zusagen haben wir auch die Garantie der Erhörung!

Doch dann die Bedingung - glaubt nur! Hier sehen wir, dass Gott unser Herz prüft und von uns grenzenloses Vertrauen und bedingungslosen Glauben verlangt.

Der Herr Jesus sagt, dass wir nicht viele Worte machen sollen. Er meint damit, dass wir ganz klar und bestimmt bitten sollen für das, was uns auf dem Herzen liegt. Dieses konkrete Gebet ist nichts anderes, als ein Rechnen mit dem gegenwärtigen und lebendigen Heiland, der mächtig ist, gerade jetzt einzugreifen und zu helfen.

Doch hat unser Gebet und unser Bitten den richtigen Beweggrund? Nicht alles Bitten dient uns zum Besten. Gott arbeitet nicht unsere Wunschzettel ab, er allein weiß, wodurch wir heil werden. So kann doch manches finstere Tal, welches wir „wegbeten” wollen, uns näher zu Gott bringen!

Im gläubigen Gebet können wir seine Zusagen als wirklich annehmen, obwohl wir die Erfüllung noch nicht sehen können.

Diese Worte aus Mk. 11,24 „bittet und glaubt nur” sagt Jesus auch zu seinem Volk Israel, denn sie warteten sehnlichst auf ihren Erlöser. Die Pharisäer und Schriftgelehrten hätten erkennen müssen, dass Jesus der prophezeite Messias war. Doch sie waren blind für den Sohn Gottes.

Im Gegensatz dazu der Blinde am Wegrand von Jericho im vorhergehenden Kapitel 10. Er hatte in Jesus den verheißenen Messias erkannt. Und mit seiner Bitte „ erbarme dich meiner, Du Sohn Davids” weiß er, dass er keinen Anspruch auf Hilfe hat, sondern auf die Gnade von Jesus Christus angewiesen ist. Der Herr erbarmt sich über Ihn. Der Blinde erhält das Augenlicht zurück und Jesus versichert ihm, dass sein Glaube ihn gerettet hat. Er wurde heil an Leib und Seele.

Gott schätzt unsere Gebete, denn sie sind der Ausdruck eines demütigen Vertrauens auf ihn. Er hört sie, und auf seine Weise und zu seiner Zeit erhört er sie. Der Inhalt unserer Gebete kann genau so verschieden sein wie unsere Bedürfnisse. Wir sollten loben und danken, doch können wir auch bitten, um Hilfe rufen und auch zu Gott flehen. Das Gebet ist ein ständiger Kontakt mit dem Himmel, wo unsere wahren Interessen sind.

Gisela Schillig


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