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Monatsspruch Mai 2008

Ich will nicht nur im Geist beten, sondern auch mit dem Verstand.
(1.Korinther 14,15)

Gedanken zum Monatsspruch:

„cAmen.“ Die Predigt ist zu Ende.
‚Was für eine bewegende Predigt. Eine persönliche Beziehung zu dem Gott der Bibel haben. Gott hat uns Menschen zu seinem geliebten Gegenüber erschaffen. Ich bin Gottes geliebtes Gegenüber!’
Noch hallen diese Kernsätze in den Ohren, im Herzen des Mannes nach, der vielleicht zum ersten Mal in dieser Kirchenbank sitzt.
‚So habe ich das noch nicht gesehen’, fällt ihm ein. ‚Der Allmächtige Gott und ich! Gegenüberstehend! Nah! Real!’
Noch in Gedanken hört er vom Gebet nur die letzten Worte: „…Wir loben und preisen dich! Amen.“
Er schaut sich um, ein wenig unsicher. ‚Wie jetzt? Wann fangen denn die Gläubigen um mich her an mit dem Loben und Preisen? Stimmt es am Ende doch nicht – das mit der ganz nahen persönlichen Beziehung zu Gott? Oder spricht man zu der allerhöchsten Autorität nur in Andeutungen, weil Gott sowieso schon alles weiß?’ Verwirrend!

Mit klaren Worten beten. Den Verstand gebrauchen. So reden, dass alle Mitbeter meine Worte verstehen und vor Gott bekräftigen können. Es geht nicht um fromme, wohlgeformte Sätze! Wichtig ist meine ehrliche Aussage. Ja, es geht um meine ganz persönliche Beziehung zum unvorstellbaren Gott. In seinem Sohn, Jesus, hat er sich mir so nahe gebracht, damit ich seine Liebe verstehe. Mein Leben, mein Reden mein Gebet sollen zeigen wie nahe Gott mir steht! Mir und Dir!

Paulus schreibt an die Gläubigen in Korinth. Es geht um das Gebet. Worte, die nicht von allen Mitbetern verstanden werden. Worte, in verschiedenen Sprachen und Dialekten, von Gottes Geist selbst geformt. Ein wunderbares Loben und Preisen Gottes. Eine froh machende Erfahrung: den einzigen, unbeschreiblichen, vollkommenen Schöpfer loben zu dürfen, ohne nach passenden Worten zu ringen. Das kann Paulus nur bekräftigen.

Dem Mann der vielleicht das erste Mal diese Versammlung besucht erscheint das alles als Gemurmel. Verwirrend und ungeeignet, die Größe unseres Gottes, seine Liebe zu uns Menschen, seine Stärke und Macht einander zu zeigen.

Gottes Gaben sollen mit Verstand genutzt werden. Paulus macht das den Christen in Korinth und uns sehr deutlich. Mit unserem Leben, unserem Reden und unserem Gebet wollen wir einander und der Welt bezeugen: Gott liebt seine Schöpfung. Er ist uns ganz nah. Mir und Dir!

Eure Marion Lucht


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