Ich habe den HERRN allezeit vor Augen; steht er mir zur Rechten, so werde ich festbleiben. (Psalm 16,8)
Gedanken zum Monatsspruch:
Ist das wirklich so oder haben wir an der ein oder anderen Stelle Zweifel an dieser Tatsache, die uns ja allezeit vor Augen stehen sollte? Bei mir ist das so, dass es Tage gibt, da kommen Zweifel auf, da überwiegt der Schmerz. Doch auch das geht vorbei und beim Lesen des ganzen Psalms bekomme ich wieder Zuversicht. So merke ich, dass das Lesen des Wortes Gottes vieles bewirken kann. Ja, den Herrn allezeit vor Augen haben, das möchte ich von ganzem Herzen. Schon deshalb, weil er es uns zugesagt hat, dass er allezeit bei uns ist, bis an das Ende der Welt. So fügt sich dann der 9.Vers aus unserem Psalm genau dort ein, wo wir nicht mehr können. Nur Gott kann und soll uns Sicherheit vermitteln. So wird sich auch unser Gebet mit dem 11.Vers vereinen. Ich denke, jeder, der diesen Psalm liest und sich nicht gerade in einer guten Lage befindet, kann genau das beten, was David hier schreibt. Der Psalm steckt voller Glaubensbekenntnisse und hilft denselben aufzubauen.
Der Weg des Lebens und der Freude – Psalm 16: 1 Bewahre mich, Gott, denn ich berge mich bei dir! 2 Ich habe zum HERRN gesagt: "Du bist mein Herr; es gibt kein Glück für mich außer dir". 3 An den Heiligen, die auf Erden sind, an den Herrlichen ist all mein Wohlgefallen. 4 Zahlreich sind die Schmerzen derer, die einem anderen ‹Gott› nachlaufen; ich werde ihre Trankopfer von Blut nicht spenden und ihre Namen nicht auf meine Lippen nehmen. 5 Der HERR ist das Teil meines Erbes und mein Becher; du bist es, der mein Los festlegt. 6 Die Messschnüre sind mir gefallen auf liebliches Land; ja, mein Erbteil gefällt mir. 7 Ich preise den HERRN, der mich beraten hat, selbst des Nachts unterweisen mich meine Nieren. 8 Ich habe den HERRN stets vor Augen; weil er zu meiner Rechten ist, werde ich nicht wanken. 9 Darum freut sich mein Herz und frohlockt meine Seele. Auch mein Fleisch wird in Sicherheit ruhen. 10 Denn meine Seele wirst du dem Scheol nicht lassen, wirst nicht zugeben, dass dein Frommer die Grube sehe. 11 Du wirst mir kundtun den Weg des Lebens; Fülle von Freuden ist vor deinem Angesicht, Lieblichkeiten in deiner Rechten immerdar.
Ich wünsche Euch für das neue Jahr den Segen unseres Gottes!
Euer Jens Schramm
|