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Monatsspruch März 2009

Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst; ich bin der Herr.
(3. Mose 19,18)

Gedanken zum Monatsspruch

Liebe Geschwister, ich weiß nicht wie es euch geht, doch ich bin hier, bei unserem Monatsspruch, sehr schnell mit meinen Gedanken bei den Brüdern und Schwestern in der Gemeinde. Ich frage mich, warum fällt es mir auf der einen Seite leicht Geschwister anzunehmen, sie zu lieben und dann doch zu gegebener Zeit wieder Probleme damit zu haben. Ist der andere schuld, weil er nicht so denkt, fühlt, handelt wie ich? Das kann nicht sein, und so frage ich mich, möchte ich vielleicht hier den zweiten Schritt vor den ersten Schritt gehen? Was bedeutet zu lieben wie mich selbst? Bin ICH hier erst einmal gemeint? Soll ich erst einmal innehalten und über mich, über mich ganz persönlich, nachdenken! Kann ich eigentlich JA zu mir sagen, so wie ich bin, von Gott geschaffen, mit allem Guten. Sehe ich mich als Kind Gottes, geliebt, gewollt, einzigartig, wertvoll in seinen Augen. Seine Liebe ist ausgegossen in meinem Herzen, als ich sein Kind wurde. Deshalb kann ich dieser Liebe in mir die Chance geben, sich zu entfalten. Für mich, damit ich mich selbst lieben kann, auch mit allen Fehlern und Grenzen. Wenn ich im Frieden mit mir und Gott lebe, dann kann ich auch den Nächsten lieben, in meiner Familie, in meiner Gemeinde und darüber hinaus. Dann können wir uns annehmen, trotz unseren Fehlern, können aneinander lernen, trotz unterschiedlicher Meinungen. Doch ich bin froh, dass hier unser Monatsspruch nicht zu Ende ist. Es folgt: "Ich bin der Herr." Was lese ich aus dieser Aussage? Er ist Herr, über diese Welt, über dich und über mich. Er kennt uns. Er sieht alles. Er hört alles. Ihm können wir nichts vormachen. Dies soll in uns keine Furcht erzeugen, aber Ehrfurcht.
Gott möchte, dass wir ihn über alle Dinge fürchten, lieben und vertrauen, und daraus wächst dann die Frucht der Nächstenliebe. Unser Monatsspruch zeigt uns, dass das Gebot der Nächstenliebe seine Wurzeln schon im AT hat. Auch Jesus selbst bezieht sich in seiner Verkündigung immer auf das Gebot in 3.Mose 19,18. Von einer "allgemeinen" Nächstenliebe ist im NT nirgends die Rede, deshalb können wir mit "Ach wir haben uns doch alle so lieb" nicht bestehen. Erst seine Liebe befähigt uns, miteinander umzugehen und Gemeinde zu bauen. In seiner Liebe sind wir untereinander verbunden, als Brüder und Schwestern.
Gott ist unser Vater, der uns liebt, uns führt, uns hilft. Er hat uns versprochen immer bei uns zu sein. Wir dürfen als Kinder Gottes in der Geborgenheit seiner Liebe allezeit leben. Deshalb lasst uns untereinander lieben, weil Gott uns zuerst geliebt hat, und lasst uns nicht aufhören zu lieben.

Eure Ines Schramm


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