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Monatsspruch Juni 2009

Petrus sagte: Wahrhaftig, jetzt begreife ich, dass Gott nicht auf die Person sieht, sondern dass ihm in jedem Volk willkommen ist, wer ihn fürchtet und tut, was recht ist. (Apostelgeschichte 10,34-35)

Gedanken zum Monatsspruch:

Wer ist bei Gott willkommen? Wen nimmt er an? Wem gilt seine Liebe? Das Angebot seiner Rettung durch Jesus Christus – gilt das nur einer bestimmten Personengruppe? Oder? Mit Recht wird mancher auf solche Fragen mit Unverständnis reagieren. Wie kannst du nur so fragen? Das ist doch klar! Gott liebt alle Menschen und er bietet allen seine Rettung an. So selbstverständlich war diese Einsicht keinesfalls, jedenfalls damals nicht für Petrus. Er war davon überzeugt, dass die Botschaft der Liebe Gottes nur an das jüdische Volk gerichtet war und dass Gott die Menschen aus diesem Volk vor allen anderen bevorzugte. Er konnte sich nicht vorstellen, dass Gott genauso wie er an Israel handelte, an den Menschen aus anderen Völkern handeln würde. Nach dem jüdischen Gesetz war es Petrus verboten, mit einem Angehörigen eines fremden Volkes zusammenzukommen oder ein nichtjüdisches Haus zu betreten.

Gott machte ihm deutlich, dass solche Ansichten verkehrt sind. In einem Traum sah Petrus ein großes Tuch voller unreiner Tiere. Gott forderte ihn auf, diese Tiere zu schlachten und zu essen. Drei Mal wiederholte sich dieser Traum. Petrus war ratlos, was dies zu bedeuten hatte. Während er noch darüber grübelte, kamen einige Männer in das Haus. Gleichzeitig sprach Gott durch den Heiligen Geist zu Petrus und forderte ihn auf, mit diesen Männern ohne Bedenken zu gehen. Gott selbst hatte sie gesandt. Diese brachten Petrus nach Joppe in das Haus des römischen Hauptmannes Kornelius. Petrus konnte das Haus betreten, was ihm eigentlich verboten war, weil ihm die Bedeutung der Vision mit den unreinen Tieren in diesem Augenblick klar wurde. Ihm gingen die Augen auf und er konnte begreifen, dass Gott nicht die Person ansieht, sondern ihm die Menschen auch aus anderen Völkern willkommen sind.

Gott macht keine Unterschiede zwischen den Menschen. Er nimmt jeden an, der zu ihm kommt und bei ihm Hilfe und Rettung sucht. Ganz gleich wer es auch ist, aus welchem Volk er stammt und was auch immer er getan hat, er ist bei Gott willkommen, wenn er es ernst mit Gott meint. So wie Kornelius, der ein tiefes Verlangen nach Gott hatte. Gott stillte sein Verlangen, indem er Petrus zu ihm sandte, um die rettende Botschaft von Jesus Christus zu verkündigen. Und Kornelius glaubte dieser Botschaft und nahm Jesus als seinen Herrn an. Dadurch wurde er gerettet – und das obwohl er kein Jude war. Der Glaube an Christus hat ihn gerettet.

Zu Israel zu gehören, bringt als solches keinen Vorteil, sondern es geht um die Beziehung zu Gott. Durch Jesus hat jeder Mensch, ganz gleich aus welchem Volk er stammt, die Möglichkeit, in eine persönliche Beziehung zu Gott zu treten und aufgrund des Glaubens an Jesus zu Gott zu gehören. Gott fragt nicht nach der Volkszugehörigkeit eines Menschen, sondern nach seinem Glauben. Glauben bedeutet so viel wie Jesus vertrauen, mit ihm leben, sich nach seinem Willen richten und Gott achten.

Wilfried Wendler


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