„Gott spricht: Ich schenke ihnen ein anderes Herz und schenke ihnen einen neuen Geist. Ich nehme das Herz von Stein aus ihrer Brust und gebe ihnen ein Herz von Fleisch.“ (Hesekiel 11,19)
Gedanken zum Monatsspruch
Als Kind hat mich das Märchen von der Schneekönigin sehr beeindruckt: Der kleine Kai wird von Spiegelscherben getroffen. Ein Splitter trifft sein Herz, das sich in einen Eisklumpen verwandelt. Ein anderer Splitter gerät ihm ins Auge und er findet das Schöne nur noch hässlich. Sein Verhalten verändert sich zum Negativen und er gerät in die Abhängigkeit der bösen Schneekönigin, bis er fast schwarz vor Kälte und ohne jedes Gefühl wird. Er selbst kann sich nicht daraus befreien. Erst die heißen Tränen seiner Schwester brechen den Bann und lassen das Eis schmelzen. Wie befreiend!
Ist dieses Märchen fern aller Realität? Ich denke nicht, denn so ähnlich geht es uns Menschen auch heute. Wir merken oft nicht, welche Einflüsse von außen uns treffen und wie sich unsere Sichtweise (Augen) und unsere Wahrnehmungen (Herz) verändern.
Keine böse Schneekönigin muss erscheinen, dafür gibt es heute andere Medien: Gewaltdarstellungen auf Videos, im Internet oder auf den Handys, brutale Filme im Fernsehen oder einfach nur die Abstumpfung wegen der täglichen Flut von negativen Nachrichten in der Presse und im Fernsehen verändern das Innerste der Zuschauer.
Über andere reden, sie schlecht machen und hartherzig verurteilen, gehört zu den alltäglichen Gewohnheiten vieler Menschen. Wie können wir davon befreit werden?
Gott verspricht seinem Volk das Geschenk, ihnen ein neues Herz und einen neuen Geist zu geben, wenn sie zu ihm kommen und bereit sind, alles Böse und Gegengöttliche wegzutun. Dieses Versprechen dürfen wir heute auch für uns in Anspruch nehmen! Keiner kann sich selbst befreien, nicht im Märchen und erst recht nicht in der Realität.
Deshalb brauchen wir Gottes Hilfe, der uns den Befreier in seinem Sohn Jesus geschickt hat. Er verspricht uns, unser Leben neu zu machen, unser Denken und Fühlen zu verändern. Er zerschmilzt unser eingefrorenes Herz und verwandelt unser Denken zum Guten, wenn wir uns von seiner Liebe berühren und von ihm beschenken lassen. Voraussetzung ist, dass wir das Geschenk der Veränderung haben und mit Gott in Zukunft leben wollen. Er verlangt von uns dabei, die alten, zerstörerischen Einflüsse zu entfernen. Wir müssen uns konsequent trennen von Dingen, die uns negativ beeinflussen, die unser Herz und unsere Augen hart gemacht haben. Wenn wir das tun, wird Gott sein Versprechen einlösen und unser Leben komplett verändern. Wir können uns den Menschen wieder zuwenden und mit ihnen in Frieden und Liebe zusammenleben.
Claudia Schulz
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