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Monatsspruch März 2010

„Es gibt keine größere Liebe, als wenn einer sein Leben für seine Freunde hingibt.“
(Johannes 15,13

Gedanken zum Monatsspruch

Kürzlich bekamen wir eine Karte auf der Krippe und Kreuz verbindend wie eine Brücke dargestellt wurde mit den Worten: „Der Retter erschien, auf dass wir gerettet werden und das aus Liebe zu uns.“

Der Monatsspruch aus dem Johannesevangelium spricht auch von dieser Liebe und ist mit den Worten „Ermahnung zur Liebe“ und „Bleibt in meiner Liebe“ überschrieben. Diese Aufforderung und zugleich Ermahnung gilt dir und mir, gilt allen Menschen in dieser glaubensarmen Zeit, die von egoistischem Handeln geprägt ist.

Wir stehen in der Passionszeit! Wenn wir die Weltenuhr um 2000 Jahre zurückdrehen, ist Jesus mit seinen Jüngern ganz allein. Er hat Gemeinschaft mit den Seinen und nimmt zugleich Abschied von ihnen, weil er um seinen Weg weiß. Wie kein Anderer wusste der Herr in echter Anteilnahme zu trösten und Menschen aufzurichten.

In Vers 12 sagt Jesus: „Dies ist mein Gebot, dass ihr einander liebt, wie ich euch geliebt habe.“ Wir sind nicht nur vom Herrn geliebt, sondern werden aufgefordert einander zu lieben. Er ist das absolute Vorbild für uns. Er war der Allerverachtetste und Unwertetste, voller Schmerzen und Krankheit. Er war so verachtet, dass man das Angesicht vor ihm verbarg; darum haben wir ihn für nichts geachtet. Fürwahr er trug unsere Krankheit und lud auf sich unsere Schmerzen.

Jesus hat es gezeigt, was es heißt, Freund zu sein. Ja noch viel mehr und das nicht nur mit Worten, sondern mit Taten. Er ist nicht ausgewichen, nicht davongelaufen. Er hat durchgehalten bis zum Schluss, bis zum Tod am Kreuz. Jesus hält zu mir. Zur echten Freundschaft gehört das dazu: Verbindlichkeit und Verlässlichkeit. Echte Freundschaft ist etwas Dauerhaftes. Manchmal muss man darum kämpfen. Freundschaft ist etwas Kostbares, ja sie kostet etwas. Auch die Freundschaft mit Jesus. Sie hat Jesus sein Leben gekostet. Deshalb wollen wir es nicht verschweigen: diese Freundschaft kostet auch mich etwas. Jesus sagt: „Ihr seid meine Freunde, wenn ihr tut, was ich euch gebiete.“ Ja, das ist manchmal nicht leicht, aber es lohnt sich in der Nachfolge Jesu dranzubleiben. Für mich, weil ich dabei meine Bestimmung erlebe und voller Freude sein darf und für den anderen, der durch mich von Jesus erfahren hat.

Sein Tod am Kreuz ist der höchste Ausdruck seiner Liebe zu den Seinen. Jesus will, dass wir diese unverdiente Liebe weitergeben an unsere Mitmenschen, damit auch sie gerettet werden.

„Nur die Liebe lässt uns leben“ so lautet der Refrain eines Liedes gesungen von Mary Roos. Zu DDR- Zeiten hatten unsere jungen Leute in Grünhain eine Band gegründet. Auch dieses Lied mit anderem Text haben sie gesungen: „Nur die Liebe lässt uns leben, sie schenkt uns den neuen Tag. Gottes Liebe will uns geben den Impuls zu zeugnishafter Tat.“

Der Herr segne uns und mache in unserem Leben wahr, was diese Liedzeilen uns sagen wollen.

Euer Samuel Friedrich


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